Autofieber nein Danke ! Freie Fahrt dem ÖPNV !

Anlässlich des anstehenden Autofestivals wollen déi jonk gréng an alle BürgerInnen appellieren, sich im Vorfeld gut zu überlegen, ob sie wirklich ein neues Auto brauchen. déi jonk gréng sind der Meinung, dass ein Paradigmenwechsel stattfinden muss: Das Automobil ist in erster Linie ein Transportmittel und soll keinesfalls als Statussymbol dienen.

Paul Matzet, Sprecher von déi jonk gréng, meint: „Wenn man sich schon entscheiden sollte ein Auto zu kaufen, dann nur ein solches, das an die persönlichen Anforderungen angepasst ist. Auch sollte man sich im Vorfeld ganz genau über den Verbrauch und die langfristigen Unterhaltskosten der Autos informieren, anstatt sich vom Einkaufspreis blenden zu lassen.

déi jonk gréng begrüßen die eingeführte „Oekotopten”-Liste, welche unter fast allen modernen Haushaltsgeräten und Autos die jeweils zehn Ökologischsten auflistet. Nachdem die CAR-e Prämie für Autos mit Verbrennungsmotor abgeschafft wurde, ist es umso notwendiger die nachhaltigsten Wagen hervorzuheben. déi jonk gréng wollen jedoch auch auf die europäische Richtlinie zur Bereitstellung von Verbraucherinformationen über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beim Marketing für neue Personenkraftwagen aufmerksam machen, welche die Auflistung der zehn neuen Personenkraftwagen Modelle mit den niedrigsten CO2-Emissionswerten für jeden Kraftstofftyp einmal jährlich sowieso vorschreibt. Die Aufstellung der „Oekotopten” Liste für Autos ist also eine klare Verpflichtung von Seiten der Europäischen Union. Zusätzlich werden allerdings auch in allen teilnehmenden Autohäusern Oekotopten-Modelle mit einem neuen Label gekennzeichnet, so dass den AutokäuferInnen somit die Suche nach spritsparenden Modellen erleichtert wird. Trotzdem hat sich das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen nicht sonderlich darum bemüht, den VerbraucherInnen klare Informationen zum Energieverbrauch der Autos zur Verfügung zu stellen.

In diesem Kontext fordern déi jonk gréng ein einheitliches und leicht verständliches Energie-Label für alle Autos, wie es beispielsweise in Deutschland schon zum 1. Dezember 2011 eingeführt wurde. Während Informationen über die Energieeffizienz bei Waschmaschinen und Kühlschränken mittlerweile klar sichtbar auf den Produkten vorzufinden sind, sind diese Angaben beim Autokauf für potentielle KäuferInnen immer noch nur schwer erkennbar und unverständlich. Daneben sollten die VerkäuferInnen alle potentiellen KundenInnen beim Beratungsgespräch genauestens über die Energieeffizienz der Wagen informieren.

déi jonk gréng wollen die Gelegenheit auch nutzen, um an die Bedeutung der öffentlichen Verkehrsmittel zu erinnern. So sollte man vor dem Kauf eines neuen Wagens auf jeden Fall auch die Nutzung des öffentlichen Transports in Betracht ziehen. Statt klare Anreize für deren Nutzung zu schaffen, scheint man sich beim Ministerium weiterhin dem Individualverkehr verschrieben zu haben.

Gina Arvai, Sprecherin von déi jonk gréng, kritisiert: „Es ist höchst erstaunlich, dass Minister Claude Wiseler es für wichtiger empfindet, zum Anlass des Autofestivals eine Rede zu halten, als eine Pressekonferenz einzuberufen, um die Erhöhung der Preise des öffentlichen Transports zu rechtfertigen. Wir finden es wichtig, dass der Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr so offen wie möglich ist. Für déi jonk gréng sollte der ÖPNV eine für den Bürger kostenfreie Grundleistung des Staates sein.

Communiqué als PDF: Download

Veröffentlicht: 23:46 24/01/2013